Es gibt diesen Moment nach der TCM-Ausbildung, über den keine Schule gerne spricht. Diplom in der Hand, Kopf voller Punkte. Und dann die Frage, wo die Stunden für das Modul M7, Arbeit unter Mentorat, herkommen sollen, die der Weg zum eidgenössischen Diplom über die OdA AM verlangt.
Die Antwort der Branche: irgendwie. Frag rum. Vielleicht nimmt dich jemand. Vielleicht zahlst du dafür. Vielleicht sitzt du zwei Jahre in einer Einzelpraxis, in der du genau eine Arbeitsweise siehst. Die eine, die dein Mentor seit 1998 fährt.
Ich finde: Das ist kein Ausbildungssystem. Das ist Glückssache.
Was ein Mentorat leisten sollte
Ein Mentorat ist nicht Stundensammeln. Es ist die Phase, in der aus Wissen Handwerk wird. Echte Patienten, echte Fehler, jemand, der beides mit dir anschaut. Es braucht Fallvielfalt statt Zufallspatienten. Feedback nach System statt nach Laune. Und Praktiker, die verschiedene Stile zeigen, damit du deinen findest.
Der Teil, den dir niemand beibringt
Und dann ist da die grössere Lücke. Die, über die an den Schulen gelacht wird.
Erzähl im Businessplan-Modul, dass du deinen Vollzeitjob durch die eigene Praxis ersetzen und siebentausend Franken im Monat verdienen willst. Schau in die Gesichter. Du wirst belächelt. Als wäre der Wunsch, von diesem Beruf zu leben, naiv. Als gehöre zur Berufung automatisch die Selbstausbeutung.
Ich habe für diese Reaktion wenig übrig. Eine Branche, die über die eigene Wirtschaftlichkeit lacht, hat sie aufgegeben.
Dabei ist eine tragfähige Praxis kein Wunder. Sie ist Handwerk. Nur eben eines, das nirgends gelehrt wird. Wie viele Behandlungen pro Woche brauchst du bei welchem Preis, und was bleibt nach Miete, Versicherungen, Registrierung und Steuern übrig? Warum füllt sich keine Agenda von selbst, und was kostet ein Patient über Google wirklich? Wieso entscheidet die Zusatzversicherung über die Hälfte deines Umsatzes? Wann ist ein Standort gut, und wann ist er nur billig? Und die unbequemste Frage von allen: Warum arbeiten so viele in dieser Branche nach fünf Jahren immer noch im Nebenjob?
Ich weiss die Antworten nicht aus einem Lehrbuch. Ich weiss sie, weil wir in fünfzehn Jahren aus einer Praxis in der Ostschweiz vierzehn Standorte gebaut haben. Mit allen Fehlern, die man dabei machen kann. Auslastung, Preise, Marketing, Standortwahl, Abrechnung: Jeden dieser Fehler habe ich selbst bezahlt. Du musst das nicht wiederholen.
Was wir anbieten
Bei TCM.CH läuft das Mentorat als Programm, nicht als Gefallen. In zwei Teilen.
Das Handwerk: begleitete Behandlungen an echten Fällen quer durch unsere vierzehn Standorte, strukturierte Fallbesprechungen, Supervision durch Senior-Praktiker wie Seongsu Kim. Dokumentiert so, wie die OdA AM es für M7 sehen will.
Das Geschäft: der Teil, den es sonst nirgends gibt. Wie eine Praxis wirtschaftlich funktioniert, mit echten Zahlen statt Businessplan-Folklore. Auslastungsaufbau, Preisgestaltung, Krankenkassen-Realität, Patientenkommunikation, digitale Sichtbarkeit. Von Leuten, die es vierzehnmal gemacht haben. Wie der Schritt vom Abschluss zur ersten Stelle konkret aussehen kann, steht bei TCM.ch unter Berufseinstieg.
Und volle Transparenz, wie immer hier: Wir machen das nicht aus Nächstenliebe. Wir machen das, weil wir die besten jungen Praktiker:innen kennenlernen wollen, bevor es alle anderen tun. Manche bleiben nach dem Mentorat bei uns. Manche eröffnen eigene Praxen und können es dann wirklich. Beides ist gut für diese Branche. Und beides liegt offen auf dem Tisch, im Gegensatz zu den meisten Deals hier.
Für wen
Absolvent:innen anerkannter TCM-Ausbildungen auf dem Weg zur höheren Fachprüfung. Oder bereits Praktizierende, die ehrlich gesagt bekommen wollen, warum die Agenda nicht voll wird.