Die Kostenfrage ist die meistgestellte vor der ersten Behandlung und die am schlechtesten beantwortete im Netz, weil die Antwort ein System erklären muss statt eine Zahl zu nennen. Machen wir das System also einmal transparent, du wirst danach jede Offerte lesen können.
Die Grundlogik: TCM-Behandlungen laufen in der Schweiz über den Tarif 590, ein standardisiertes Abrechnungsformat, in dem nach Zeit und Methode fakturiert wird. Übliche Stundenansätze qualifizierter Praktiker liegen, je nach Region und Erfahrung, grob zwischen 120 und 160 Franken, eine typische Folgebehandlung von 50 bis 60 Minuten kostet entsprechend um die 120 bis 150 Franken, Erstkonsultationen mit ausführlicher Anamnese liegen wegen der längeren Dauer höher. Kräuterrezepturen kommen separat dazu, je nach Verordnung meist 30 bis 80 Franken pro Woche. Das sind Marktrealitäten, keine Preisliste von uns; Ausreisser nach oben und unten gibt es, und bei beiden lohnt die Frage nach dem Warum. Wie Behandlungsdauer und Ehrlichkeit zusammenhängen, haben wir übrigens an anderer Stelle aufgeschrieben, Stichwort neunzig Minuten.
Wer zahlt das? Die Grundversicherung: nur bei Ärzten mit TCM-Fähigkeitsausweis, nicht bei Naturheilpraktikern, egal wie diplomiert. Für alle anderen ist die Zusatzversicherung Komplementärmedizin zuständig, und dort gilt die Dreifaltigkeit, die du kennen musst: Erstens zahlt sie nur bei registrierten Behandlern, EMR oder ASCA, das Labyrinth dazu haben wir kartiert. Zweitens zahlt sie prozentual, üblich sind siebzig bis neunzig Prozent des Rechnungsbetrags. Drittens zahlt sie bis zu einem Jahresmaximum, häufig zwischen tausend und mehreren tausend Franken, danach bist du dran. Diese drei Parameter stehen in deiner Police, und der wichtigste Anruf vor der ersten Behandlung geht darum nicht an die Praxis, sondern an deine Kasse: «Ist Methode X bei Behandler Y mit Registernummer Z gedeckt, zu wieviel Prozent, bis zu welchem Maximum?» Drei Fragen, zwei Minuten, null Überraschungen.
Die Gesamtrechnung an einem Beispiel: Eine Behandlungsserie von acht Sitzungen à 135 Franken macht 1'080 Franken. Mit einer Zusatzversicherung, die achtzig Prozent übernimmt, bleiben dir 216 Franken Eigenanteil, plus allfällige Kräuter. Ohne Zusatzversicherung trägst du alles selbst, und dann gehört zur Ehrlichkeit auch dieser Satz: Rechne vorher, ob du eine sinnvolle Serie durchziehen kannst, denn drei Sitzungen anzufangen und aus Kostengründen abzubrechen ist die teuerste Variante von allen, sie kostet Geld und bringt nichts. Seriöse Praxen sagen dir nach der Erstkonsultation, mit wie vielen Sitzungen realistisch zu rechnen ist, und halten den Plan ein, statt ihn wachsen zu lassen. Was genau dich dein Anliegen bei uns kostet, steht transparent auf tcm.ch, inklusive der Versicherungsdetails pro Standort. Kein Kleingedrucktes. Das wäre ja auch das Gegenteil von allem, was hier steht.